Scorskatch › History

Während der Zeit des kalifornischen Goldrausches, im Jahr 1851, entdeckten einige, auf Umwege gekommene Goldgräber den südöstlich vom Sierra Nevada Range angesiedelten Indianerstamm. Ein Numa-Volk der Paiute Natives, die sich vor ungewisser Zeit auf dem Land der heutigen Stadt Scorskatch niedergelassen hatten.
Aufgrund der günstigen Lage beabsichtigten die Reisenden, das umliegende Land für sich einzunehmen – sie sahen geldbringendes Potenzial und unterbreiteten dem Numa-Stamm ein Angebot, das sowohl den Einwanderern als auch den Indianern Gewinn versprach. Zu einem Handelsabkommen allerdings kam es letztendlich nicht, da der angestrebte Handel nicht den Glaubenssätzen der Einheimischen entsprach.
Erst drei Jahre später willigten die Stammesältesten ein, gingen das Handelsabkommen ein und erhofften sich daraus die Sicherung ihrer Heimat. Die Händler konnten ihre Versprechen jedoch nicht halten. Die Zeit der Forty-Niners war vorüber und an Gold war kaum noch zu denken. Industrielle Kräfte verfügten die Oberhand über den Goldabbau und die Händler, die zu diesem Zeitpunkt bereits nach Nevada umgesiedelt waren, mussten sich anderweitig orientieren. Es kam immer häufiger zu Diskrepanzen zwischen Indianern und den Händlern, die teilweise bereits ihre Familien ins Land gebracht hatten.
Das Handelsabkommen brach, von Seiten der Numa, was wiederrum zur Folge hatte, dass sich die einstigen Goldhändler am Sklavenhandel beteiligten. Viele indianische Kinder und Jugendliche wurden Opfer dieses Handels und die Numa dieses Dorfes vermischte sich mit Indianern der Hopi Natives und anderer Volksstämmen.

Einige Jahre vergingen unter einem harschen Schicksal, das es für niemanden wirklich gut meinte. 1860 begann der Silberrausch in Nevada, der auch die Zustände in der Region beeinflusste. Durch die unterschiedlichen und komplexen Geschäftsbeziehungen sollte eine Vermählung eines erfolgreichen Silberhändlers mit der Tochter einer Matrone des Hopi-Stammes, deren Name Katchina war, den Frieden wiederherstellen. Viele der in den Sklavenhandel geratenen Hopi-Kinder fanden durch diese Vereinigung den Weg zurück in ihre Heimatdörfer und auch das Numa-Dorf, am Rande des Sierra Nevada Gebirges, sollten davon profitieren. Diese hatten Katchina als heranwachsende Frau aufgenommen und sich um sie gekümmert; ihr geholfen, als Werefelines unauffällig unter den Menschen zu verweilen.

Der Silberhändler, James Scoruthers, war kein schlechter Mensch und so gelang es Katchina, unter dem Deckmantel ihrer Ehe und ihres Ehemannes selbst, sich indirekt in den Sklavenhandel einzumischen. Gemeinsam versuchten sie, das Gleichgewicht wiederherzustellen und brachten immer wieder vereinzelte Stammesmitglieder zurück zu ihren Dörfern, ehe sie verkauft und versklavt werden konnten. Es war Katchinas stille Mission und sie fand Zuspruch und Unterstützung bei James. In riskante Machenschaften verwickelt versuchten sie zeitgleich, das Land, auf dem das Numa-Dorf errichtet war, in dem Katchina wertvolle Jahre ihres Lebens verbracht hatte, zu retten. Für die Paiute. Für die Indianer.
Mitten im Krieg aus Machthunger und Größenwahn verlor Katchina, während eines strahlenden Spätherbsts, ihr Leben, als sie in Gestalt ihrer Werkatze durch die Wälder preschte, auf dem Weg zurück zu ihrem Numa-Dorf, wo James auf sie wartete. Sie starb durch einen Pfeil – den Pfeil eines einfachen Jägers, der es auf ihr Fell abgesehen hatte. Nicht ahnend, was oder wer sie wirklich war. Sie verwandelte sich nie wieder in ihre menschliche Gestalt und wurde niemals gefunden. James, der zu dieser Zeit unruhig auf ihre Ankunft gewartet hatte, wurde noch in der Nacht des selbigen Tages inmitten der Dorfbewohner, mitunter Einwanderer, von der US-Kavallerie überrascht. Die Kavallerie töteten jeden Indianer, der sich innerhalb des Dorfes und in unmittelbarer Umgebung aufhielt. Ebenfalls jeden Weißen - oder sonstigen Einwanderer -, der sich ihnen in den Weg stellte. Die Bevölkerung dieses Ortes wurde in nur wenigen Minuten ausgelöscht und James entkam einem endgültigen Schicksal nur aufgrund seiner geschickten, trügerischen Art. Die Wahrheit, was Katchina tatsächlich zugestoßen war, erfuhr er nie. Er lebte und starb in dem Glauben, dass man sie ihm aus hinterlistigen Gründen genommen hatte.

Knapp zwölf Jahre nach der Komplett-Auslöschung entstanden durch James Scoruthers die ersten Pläne zum Bau einer Siedlung, auf dem einstigen Land des Numa-Dorfes. Die Beanspruchung erfolgte ebenfalls durch James, der diesem Fleckchen Erde den Namen Scorskatch gab, in der Verdeutlichung, dass Katchina zu ihm gehörte und niemals vergessen werden würde.
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